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City-Maut und autofreie Innenstädte – erst gehasst, dann geliebt

Quelle: Spiegel.de, Felix Wadewitz, 8.7.2021

Neue Verkehrskonzepte sollen Städte lebenswerter machen und dem Klima helfen – sorgen anfangs aber fast immer für heftigen Streit. Wenn die Effekte sichtbar werden, schwindet die Skepsis.

Es ging um 500 Parkplätze. In Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt wollte der Stadtrat den Autos in der mittelalterlichen Altstadt mit ihren teils engen Gassen etwas Platz wegnehmen und blockierten öffentlichen Raum freimachen. Eine Mehrheit der Volksvertreter war für die »autoarme Innenstadt«, Wissenschaftler unterstützen die Idee. Doch es wird nichts daraus. Weiterlesen auf Spiegel.de

VCD Augsburg begrüßt Pilotprojekt Tempo 30

Quelle: Pressemitteilung VCD Augsburg, 7.7.2021: VCD Augsburg begrüßt Pilotprojekt Tempo 30

Der VCD Kreisverband Augsburg e.V. begrüßt die geplante Teilnahme Augsburgs an der Initiative für Tempo 30.

Christian Ohlenroth, erster Vorsitzender des VCD Augsburg: „In einer historisch gewachsenen Stadt ist Tempo 50 nicht angemessen und längst nicht mehr zeitgemäß. Tempo 50 fördert den Durchgangsverkehr und führt zu unnötigen Gefährdungen der schwächeren Verkehrsteilnehmer.“ Der VCD Augsburg setzt darauf, dass die nächste Bundesregierung dem Wunsch des Städtetags entspricht und die Pilotprojekte ermöglicht. Dabei sollte eine klare Regelung gefunden werden, die Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit festlegt und Ausnahmen mit höheren Geschwindigkeiten zulässt.

Bis dieses Pilotprojekt starten kann sollte nach Auffassung des VCD Augsburg aber nicht unnötig gewartet werden zumal die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass auch heute schon Tempo 30 möglich ist. „Der Verkehr ist kein unveränderliches Geschehen, das man so hinnehmen muss, sondern wird von Menschen gemacht und wird auch von ihnen gestaltet. Somit kann die Stadt mit ihrer Verkehrsplanung jederzeit für Veränderung sorgen“, erklärt Christian Ohlenroth.

Konkret bezieht sich der VCD dabei auf den Bereich Karlstraße und Grottenau, der immer noch unter dem Autoverkehr leidet. Zusammen mit anderen Initiativen im Forum Augsburg lebenswert hatte der VCD die Neuaufteilung der gesamten Ost-West-Achse vom Hauptbahnhof zum Jakobertor vorgeschlagen. Neben der schon lange vorgesehenen direkten Straßenbahnverbindung vom Hauptbahnhof nach Lechhausen soll nach Vorstellung des VCD auch die Situation für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden.

Ein wichtiges Element dabei ist die Reduzierung des motorisierten Verkehrs auf ein stadtverträgliches Maß mit weniger Lärm- und Schadstoff-Emissionen. Mit Tempo 30 und einer Reduzierung der Fahrspuren wird außerdem noch die Unfallgefahr veringert. Autos können also nach wie vor hier fahren mit einem zumutbaren minimalen Zeitverlust.

Mit diesem Gesamtpaket würden umweltfreundliche Verkehrsmittel als Alternative zum Auto gestärkt und damit attraktive Angebote für Fußgänger, Radfahrer und Fahrgäste der Tram geschaffen.

Pressemitteilung im PDF-Format

Hannover verwandelt Straßen in Spielplätze

Quelle: Speigel.de, 5.7.2021

Hannover sperrt seit Montag Straßen in der Innenstadt für den Autoverkehr. In den Fußgängerzonen finden nun ein Jugendzentrum, Skate-Anlagen und ein Theaterfestival Platz – zumindest für eine Weile.

Die niedersächsische Landeshauptstadt sperrt Autos vorübergehend aus. Eine mehrspurige Straße am Hauptbahnhof sowie weitere Straßen in der Altstadt von Hannover sind zeitweise Fußgängerzonen. Seit Montag läuft das zunächst auf einige Wochen angelegte Verkehrswende-Experiment von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne), der damit eines seiner Wahlversprechen einlöst. Weiterlesen auf Spiegel.de

Platz 129 bei der Feinstaub-Belastung für Augsburg im europäischen Städtevergleich

Quelle: Europäische Umweltagentur, 17.6.2021

Augsburg im europäischen Städtevergleich auf Platz 129 bei der Feinstaub-Belastung. Der Jahresmittelwert liegt bei 10 ug/m3 und damit immer noch über dem von der WHO empfohlenen Bereich. Feinstaub ist nach Einschätzung der Europäischen Umweltagentur EEA der bedeutendste Luftschadstoff und führt zu Erkrankungen und vorzeitigen Todesfällen.

Weiterführende Informationen bei der Europäischen Umweltagentur und auf Spiegel.de