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Viertelstundentakt Augsburg – Gessertshausen

Quelle: VCD Kreisverband Augsburg, Augsburg, 20. 05. 2019

Offener Brief an die Mitglieder des Landtages in Augsburg und Umgebung im PDF-Format

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei unserer Veranstaltung zum Bahnprojekt Ulm-Augsburg am 16.4.2019 hat Herr Baumann, der Projektleiter von der DB Netz AG, die Bemessungsgrundlagen für den zukünftigen Aus- bzw. Neubau der Bahnlinie Ulm – Augsburg eindeutig benannt. Diese sind die geplante Anzahl von Zügen, sowie die erforderlichen Fahrpläne für den Fern-, Güter- und Nahverkehr. Die Anforderungen für den Fern- und Güterverkehr liegen demnach bereits vor, während die Daten für den künftigen Nahverkehr von der BEG zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht waren.

Wir sehen in dieser Situation die BEG und das Land Bayern in der Verantwortung den ursprünglich versprochenen echten Regio-Schienen-Takt und auch die Verdichtung auf einen Viertelstundentakt zwischen Augsburg Hbf und Gessertshausen endlich zu realisieren. Von der Anforderung der BEG für das Projekt Ulm-Augsburg wird es abhängen, ob der stabile Halbstundentakt und in den Hauptverkehrszeiten zuverlässige Viertelstundentakt, technisch möglich sein wird. Nur nach Vorlage der gesamten Anforderungen kann die DB Netz AG die erforderlichen Gleiskapazitäten ermitteln, die dann zur Grundlage der weiteren Planungen dienen.

Konkret geht es um die Entscheidung der Fachleute der DB Netz AG, ob mit (nur) drei Gleisen der gewünschte Fahrplan zuverlässig realisierbar ist, oder ob insgesamt vier Gleise (oder mehr) zwischen Augsburg und Ulm erforderlich sind.

In der Vergangenheit war die Zielsetzung der BEG nicht immer eindeutig. In der bisher nicht veröffentlichten Engpassanalyse, die 2013 von der Firma SMA im Auftrag der DB erstellt, wurde festgestellt, dass ein stabiler Takt im Nahverkehr nur mit einem Kapazitätsausbau möglich sein wird. Auf Basis der damals vorliegenden Zugzahlen für alle Verkehre, entstand die Vorüberlegung für ein eigenes Nahverkehrsgleis ab Neusäß, südlich neben den Fernzuggleisen mit einem Ausweich-/Kreuzungsgleis im Bahnhof Diedorf.

Zu dieser Zeit war aber weder der Deutschland-Takt geplant, noch war ein Ausbau/Neubau der gesamten Strecke Ulm – Augsburg, mit dem Ziel einer Reisezeitverkürzung (Kantenzeit 30 Minuten), im vordringlichen Bedarf des BVWP.

Auf Basis dieser damaligen geringeren Anforderungen wurde 2013 ermittelt, dass selbst bei einer minimalen Beschleunigung des Fernverkehrs mindestens zwischen Neu Ulm und Günzburg sowie Augsburg und Dinkelscherben eine Erweiterung der Kapazität erforderlich ist, um Überholungen des Nahverkehrs durch den Fernverkehr zu vermeiden und einen Takt im Nahverkehr anbieten zu können.

Die Fragestellung ist also nicht „Bedarf es drei oder vier Gleise?“, sondern „Meldet das Land Bayern ein zukünftiges Nahverkehrsangebot mit einem echten Takt, einem stabilen Fahrplan, einem 15-Minuten-Takt (zumindest in den HVZ) und der Bedienung der zusätzlichen Haltepunkte Hirblinger Straße und Vogelsang an?“

Sehr geehrte Damen und Herren, das Projekt Ulm-Augsburg ist die letzte Chance für unsere Region, den direkten Anschluss nach Frankfurt, Köln und in das Ruhrgebiet zu behalten und sogar zu verbessern. Der Nahverkehr kann bei entsprechender Erweiterung der Kapazität endlich optimiert werden. Dies wird aber nur dann möglich sein, wenn jetzt die Anforderung des Nahverkehrs wie oben beschrieben an die DB Netz AG übermittelt wird.

Wir appellieren daher an Sie, sich für den 15-Minuten Takt einzusetzen und dafür zu sorgen, dass der Freistaat, vertreten durch die BEG, die entsprechenden verbindlichen Anforderungen an die DB Netz AG übermittelt.

In der Hoffnung auf Ihr Engagement, verbleiben wir für heute
mit freundlichen Grüßen

Christian Ohlenroth

Reichen drei Gleise für den Nahverkehr?

Auf Einladung des VCD Kreisverband Augsburg im voll besetzten Hollsaal im Augsburger Zeughaus stellte Projektleiter Markus Baumann beim VCD-Treff das Bahnprojekt Ulm-Augsburg vor, siehe hierzu auch unsere Pressemitteilung: VCD Augsburg räumt mit Ängsten der Politik auf

Quelle: Augsburger Allgemeine, Stefan Krog, 27.4.2019

Die Deutsche Bahn stellt einen ersten Zeitplan für das „Jahrhundertprojekt“ Augsburg-Ulm vor. Vor Mitte der 2020er-Jahre wird kaum feststehen, ob ein Aus- oder ein Neubau kommen wird – oder ein Mix aus beidem

Sieben Wochen nach dem Planungsauftakt für das Bahnprojekt Augsburg–Ulm hat die Deutsche Bahn Details zum Ablauf bekannt gegeben. Vor Mitte der 2020er-Jahre sei nicht damit zu rechnen, dass die DB dem Bundestag eine Variantenempfehlung vorlegt, sagt Projektleiter Markus Baumann. Dann werden die Weichen dafür gestellt, ob es auf einen Streckenausbau oder auf einen Neubau – eventuell entlang der A 8 – hinausläuft. Weiterlesen in der Augsburger Allgemeine

VCD Augsburg räumt mit Ängsten der Politik auf

Quelle: VCD Kreisverband Augsburg, Augsburg, 20. 04. 2019

Pressemitteilung im PDF-Format

ICE-Strecke Ulm-Augsburg: Vorstellung des Projekts beim VCD Augsburg räumt mit Ängsten der Politik auf

Der VCD Kreisverband Augsburg sieht nach dem Vortrag von Projektleiter Dipl. Ing. Markus Baumann alle Ängste der lokalen Politik beseitigt. Herr Baumann von der DB Netz AG erklärte am 16.4.2019 im Zeughaus die Planungsabsichten der Bahn und erläuterte den Auftrag des Bundes für die Fahrzeitverkürzung zwischen Ulm und Augsburg.

Mehr als 60 interessierte Besucher, die bis aus Ulm und Umgebung kamen, folgten der Einladung des VCD Kreisverband Augsburg. Der große Andrang machte deutlich, dass ein hoher Informationsbedarf zum Bahnprojekt Ulm-Augsburg besteht. Nach der Vorstellung des Projektes wurden die zahlreichen Fragen der Zuhörer ausführlich von Herrn Baumann beantwortet. Die seit Wochen von der Politik verbreiteten Bedenken und Sorgen wurden entkräftet:

  • Lärmschutz an der Bestandsstrecke ist auch ohne Neubaustrecke möglich, sie ist bereits im Lärmsanierungsprogramm des Bundes enthalten.
  • Ein drittes Gleis ist nicht ausreichend für einen Viertelstundentakt im Nahverkehr.
  • Es wird mit geringen Steigungen geplant, so dass Güterzüge nachts auf einer Neubaustrecke fahren könnten.
  • Der Bau eines dritten Gleises dauert länger (Bauen unter rollendem Rad) – eine Neubaustrecke kann schneller verwirklicht werden.
  • Auch der Bau eines dritten Gleises erfordert den gleichen Planungsvorlauf.
  • Die Bahn wird in den kommenden Jahren die möglichen Streckenführungen ermitteln und bewerten.
  • Ohne Reduzierung auf höchstens 27 Minuten Fahrzeit zwischen Ulm Hbf und Augsburg Hbf kommt weder ein drittes Gleis, noch eine Neubaustrecke!

Der VCD Kreisverband Augsburg sieht sich nach diesen klaren Aussagen mit der Forderung nach einem offenen Planungsprozess bestätigt. Erster Vorsitzender Christian Ohlenroth „Die einzige erforderliche Festlegung ist das Einhalten einer Fahrzeit von höchstens 27 Minuten. Alles andere muss in dieser frühen Phase den Planungen überlassen werden und darf nicht durch Denkverbote verhindert werden.“

Zu Gast beim VCD Augsburg: Viele Besucher und angeregte Diskussion

Quelle: DB Netze, Bahnprojekt Ulm-Augsburg 17.4.2019

Der Hollsaal im Augsburger Zeughaus war voll besetzt beim Vortrag von Markus Baumann, Projektleiter Bahnprojekt Ulm-Augsburg. Das Interesse der Region am Bahnprojekt Ulm–Augsburg ist groß – das hat sich gleich bei der ersten öffentlichen Veranstaltung zum Projekt gezeigt. Weiterlesen bei DB Netze