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Nur eine neue Bahntrasse hilft wirklich weiter

Quelle: Augsburger Allgemeine, 12.3.2019, Leserbriefe

Zu den Berichten „Ausbau der Bahnstrecke 980 durch Mittelschwaben“.

In Frankreich kann man das zukunftsfähige europäische Hochgeschwindigkeitsnetz der Eisenbahn besichtigen. Derartige Strecken erlauben das bestmögliche Ausfahren der Maximalgeschwindigkeit mit dem TGV, dem Eurostar und dem ICE406. Das Hochgeschwindigkeitsnetz der SNCF ist eine echte Konkurrenz zum Flugverkehr mit seinem hohen Abgasausstoß sowie zu Langstreckenfahrten auf den mautpflichtigen Autobahnabschnitten. Die Attraktivität der Bahn beruht auf der jeweils kürzestmöglichen Fahrzeit zwischen den Metropolen. Das Angebot der SNCF wird sehr gut angenommen, die Züge sind ausgelastet.

Die Strecke zwischen Ulm Hauptbahnhof und Augsburg Hauptbahnhof ist Teil dieses europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes. Die Deutsche Bahn hat im internationalen Konsens die Fahrzeit zwischen den beiden vorgenannten Haltestellen auf 30 Minuten begrenzt. Auf der Bestandsstrecke mit einem Schlenker nach Norden in Neuoffingen und einem Schlenker nach Süden in Dinkelscherben ist diese Vorgabe niemals zu erfüllen. Die Problemlösung ergibt sich von selbst in der Form einer neuen Trasse exklusiv für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen der nordwestlichen Stadtgrenze von Augsburg und der östlichen Stadtgrenze von Neu-Ulm bei geradlinigem Streckenverlauf. Nur so können die oben genannten Fahrzeuge ihre Maximalgeschwindigkeit von über 300 km/h ausnutzen.

Andernfalls wäre beispielsweise auch der Neubau der Teilstrecke Ulm Hauptbahnhof – Stuttgart Flughafen – Stuttgart Hauptbahnhof – Mannheim Hauptbahnhof bzw. Karlsruhe Hauptbahnhof unnötig gewesen. Theodor Lutz, Augsburg