{"id":130,"date":"2007-06-11T16:35:18","date_gmt":"2007-06-11T14:35:18","guid":{"rendered":"http:\/\/augsburg-vcd.de\/?p=130"},"modified":"2018-02-28T17:54:47","modified_gmt":"2018-02-28T16:54:47","slug":"umbau-des-oepnv-knotenpunkts-koenigsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vcd-augsburg.de\/?p=130","title":{"rendered":"Umbau des \u00d6PNV-Knotenpunkts K\u00f6nigsplatz"},"content":{"rendered":"<p>Mitte des Jahres 2007 legten die Stadtwerke Augsburg im Rahmen des Projektes &#8222;Mobilit\u00e4tsdrehscheibe&#8220; ihre Umbaupl\u00e4ne f\u00fcr das Haltestellendreieck am K\u00f6nigsplatz vor. Im November 2007 kam es zum B\u00fcrgerentscheid \u00fcber das Projekt, weshalb der VCD Augsburg die Seite <a href=\"http:\/\/www.erst-denken.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.erst-denken.de<\/a>\/ f\u00fcr seine Kampagne einrichtete.<!--moreWeiterlesen-->Vor dem B\u00fcrgerbegehren nahm der VCD Augsburg \u2013 zusammen mit dem Forum Augsburg Lebenswert \u2013 zu den Pl\u00e4nen der Stadtwerke im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens mit folgender Einwendung Stellung.<\/p>\n<p>Augsburg, den 11.6.2007<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>nachfolgend die Stellungnahme des Forums Augsburg lebenswert e.V. und gleichlautend des Verkehrsclubs Deutschland Kreisverband Augsburg e.V. zum Umbau des Haltestellendreiecks am K\u00f6nigsplatz.<\/p>\n<p>Vorbemerkungen<\/p>\n<p>Der von den Stadtwerken Augsburg geplante Umbau &#8211; eigentlich muss aufgrund der Tatsache, dass vom derzeitigen K\u00f6nigsplatz wenig erhalten bleibt, von einem Neubau gesprochen werden \u2013 fu\u00dft auf dem im April 2006 beschlossenen Nahverkehrsplan der Stadt Augsburg. Dieser Nahverkehrsplan gibt zumindest in seiner 1. Stufe 2006 \u2013 2011 das jahrzehntelang g\u00fcltige Konzept mehrerer Umsteigepunkte im \u00d6PNV auf (Hauptbahnhof, K\u00f6nigsplatz, Kennedyplatz, usw.) und erhebt den K\u00f6nigsplatz zum zentralen Umsteigeknoten. Dieses monozentrische System hat gegen\u00fcber einem System mit mehreren Umsteigeknoten folgende Nachteile:<\/p>\n<ul>\n<li>Umsteiger von einer Linie zur anderen m\u00fcssen (fast immer) bis zum zentralen Umsteigeknoten, was f\u00fcr sie l\u00e4ngere Fahrwege (Fahrpreis!!) und damit auch l\u00e4ngere Fahrzeiten bedeutet. Eine st\u00e4rkere Auslastung der Fahrzeuge bis zum Umsteigeknoten und wegen vieler Umsteiger l\u00e4ngere Standzeiten am zentralen Umsteigeknoten sind die Folge.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den Jahren 1976 \u2013 78 wurde der Bau des Umsteigeknotens am K\u00f6nigsplatz mit GVFG \u2013 Mitteln gef\u00f6rdert. Bis auf Verschlei\u00dfteile wie Schienen und Weichen wurden langlebige Anlagen gef\u00f6rdert, die jetzt, weil zumindest ein tempor\u00e4res Abweichen vom GVA 1998 geplant ist und weil bestimmte Planungsgrunds\u00e4tze der Stadt- und Nahverkehrsplanung nicht beherzigt werden (dienende Funktion des Verkehrs, Neuorganisation vor Neubau), zum gro\u00dfen Teil beseitigt und neu erstellt werden m\u00fcssen. Daf\u00fcr werden erneut \u00f6ffentliche Mittel aufgewendet, wobei die Stadtwerke Augsburg dabei vermeiden, derzeit notwendige Reinvestitionen in Verschlei\u00dfteile vollkommen selbst zu tragen.<\/p>\n<p>Die Planfeststellungsunterlagen zeigen Annahmen und Auslassungen, die uns die Forderung erheben lassen, das Verfahren bis zur Kl\u00e4rung dieser Punkte auszusetzen.<\/p>\n<p>a) Im Verkehrsgutachten von Dorsch Consult wird sowohl im Nullfall als auch in den beiden untersuchten Planf\u00e4llen von der Existenz einer Entlastungsstra\u00dfe zur Rosenaustra\u00dfe im Rangierbahnhofgel\u00e4nde ausgegangen, die bis zum Prognosehorizont 2020 nach Ansicht der Stadt Augsburg umgesetzt wird. Ein genauer Termin f\u00fcr die Umsetzung dieser Ma\u00dfnahme wird nicht angegeben, d.h. es w\u00e4re m\u00f6glich, dass der Neubau des K\u00f6nigsplatzes eher fertig ist als die Errichtung dieser Entlastungsstra\u00dfe. Die Wirkung dieser Stra\u00dfe auf das Verkehrsgeschehen am K\u00f6nigsplatz kann nicht beurteilt werden, da im Verkehrsgutachten ein Vergleich mit den heutigen Zust\u00e4nden fehlt. Sollte diese Wirkung eine entlastende sein, so muss insbesondere die Funktionsf\u00e4higkeit der Kreuzung Schaezler-, Halder-, Herman- und Schie\u00dfgrabenstra\u00dfe f\u00fcr die Zeit bis zur Realisierung der Entlastungsstra\u00dfe sowohl f\u00fcr den MIV als auch f\u00fcr den \u00d6PNV in Frage gestellt werden.<\/p>\n<p>b) Die signaltechnischen Planungen der Knotenpunkte Herman-, Schaezler-, Halder- und Schie\u00dfgrabenstra\u00dfe und K.-A.-Allee\/Hallstra\u00dfe sind nicht durchgef\u00fchrt (siehe Gutachten Gevas, Humberg &amp; Partner, Zitat: \u201eUnter Ber\u00fccksichtigung dieser aktuellen Plan- und Datengrundlagen sollen die Leistungsf\u00e4higkeitsberechnungen f\u00fcr die ma\u00dfgebenden Knotenpunkte LSA B3 (Herman-, Schaezler-, Halder-, Schie\u00dfgrabenstra\u00dfe) und LSA B13 (Konrad-Adenauer-Allee \/ Hallstra\u00dfe) nochmals durchgef\u00fchrt werden.\u201c). Es werden zwar Gr\u00fcnzeiten f\u00fcr den MIV angegeben, f\u00fcr den \u00d6PNV werden nur Absichtserkl\u00e4rungen gemacht, n\u00e4mlich, Zitat: \u201eDie Abwicklung der \u00d6V-Fahrten geschieht \u00e4hnlich wie heute mit gemeinsamer Freigabe vertr\u00e4glicher Fahrten auf Permissivsignal, wobei aufgrund der aufgeweiteten Gleisanlagen einzelne Fahrten doch einer eigenen Sonderphase bed\u00fcrfen, um die Sicherheit auf dem heutigen Niveau aufrecht zu erhalten. F\u00fcr die LSA-Steuerung und somit auch f\u00fcr die Leistungsf\u00e4higkeitsberechnung wird vom Prinzip ausgegangen, dass die Mindeststandards f\u00fcr MIV und Fu\u00dfg\u00e4nger durch zu h\u00e4ufige \u00d6V-Eingriffe nicht unterschritten werden d\u00fcrfen. Treten in einzelnen Uml\u00e4ufen so viele \u00d6V-Fahrzeuge auf, dass eine Unterschreitung der Mindeststandards f\u00fcr MIV oder Fu\u00dfg\u00e4nger zur Abwicklung aller \u00d6V-Fahrten erforderlich w\u00e4re, so m\u00fcssen in diesem Fall die \u00d6V-Fahrzeuge auf den n\u00e4chsten Umlauf warten.\u201c Gerade dieser Punkt h\u00e4tte, da die Stadtwerke Augsburg durch den Umbau die Leistungsf\u00e4higkeit des K\u00f6nigsplatzes steigern wollen, genau in den Planfeststellungsunterlagen dokumentiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>c) Die Stadtwerke Augsburg haben keine in den Planfeststellungsunterlagen angegebenen Vorstellungen von der neuen Lage des beim Manzu \u2013 Brunnen situierten Taxi-Standes und der Lage der Haltestellen der immer noch in die Stadt einfahrenden Regionalbusse. Diese verkehrliche Verh\u00e4ltnisse und Abl\u00e4ufe betreffenden Punkte werden alleine dem derzeit laufenden Realisierungswettbewerb \u00fcberlassen und damit aus dem Planfeststellungsverfahren ausgeklammert.<\/p>\n<p>d) Unter Punkt 5.3 Variantenvergleich des Erl\u00e4uterungsberichtes wird mehrfach in den Wertungen der einzelnen Varianten auf die Wirtschaftlichkeit dieser Varianten abgehoben, vor allem wird die Variante 1 (Planfeststellungsvariante) als die wirtschaftlichste aller L\u00f6sungen bezeichnet. Erl\u00e4uternde Unterlagen hierf\u00fcr fehlen in den Planfeststellungsunterlagen.<\/p>\n<p>Hauptteil<\/p>\n<p>Die Stadtwerke Augsburg begr\u00fcnden den Neubau des K\u00f6nigsplatzes im Res\u00fcmee auf den Seiten 25 und 26 des Erl\u00e4uterungsberichtes unter anderem mit den folgenden Punkten: Der Neubau sei notwendig, weil<\/p>\n<p>1. die Linie 6 als weitere Stra\u00dfenbahnlinie \u00fcber den K\u00f6nigsplatz gef\u00fchrt wird und<\/p>\n<p>2. der Stra\u00dfenbahnbetriebsablauf deutlich verbessert wird.<\/p>\n<p>Folgende Gegenargumente wollen wir angeben:<\/p>\n<p>Zu 1.<\/p>\n<p>Vergleicht man die Fahrzeugbewegungen (ankommende und abfahrende Stra\u00dfenbahnen und Busse) am K\u00f6nigsplatz im Bestand und im geplanten Betriebskonzept der Stadtwerke (siehe Erl\u00e4uterungsbericht, 10.16 Anh\u00e4nge 15 und 16), so ergeben sich im Bestand 150 Bewegungen pro Stunde in der Morgenspitze, im geplanten Betriebskonzept der Stadtwerke Augsburg hingegen nur 142. Selbst wenn die Linie 2, die von den Stadtwerken aus Haunstetten kommend am Roten Tor gefl\u00fcgelt wird, so dass nur 6 Fahrzeuge pro Stunde \u00fcber den K\u00f6nigsplatz, die anderen 6 \u00fcber die Maximilianstra\u00dfe direkt zum Moritzplatz\/Rathaus fahren, insgesamt \u00fcber den K\u00f6nigsplatz gef\u00fchrt w\u00fcrde, erg\u00e4be sich mit dem derzeitigen Zustand nur in etwa ein Gleichstand. Das alleinige Argument einer weiteren Stra\u00dfenbahnlinie ist also nicht gen\u00fcgend, um den Neubau zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Zu 2.<\/p>\n<p>Die Stadtwerke Augsburg wollen den Betriebsablauf am K\u00f6nigsplatz deutlich verbessern (\u201eZiel ist, durch das neue Betriebskonzept die Leistungsf\u00e4higkeit des \u00d6PNV zu steigern und die Umsteigesituation so zu verbessern, dass ein schneller, barrierefreier und zielgerichteter Umstieg ohne infrastrukturelle Behinderungen m\u00f6glich ist\u201c). Sie f\u00fchren zu lange Standzeiten der Stra\u00dfenbahnen am K\u00f6nigsplatz und damit zu lange Wartezeiten der nicht umsteigenden Fahrg\u00e4ste an. Weiterhin argumentieren sie mit Stra\u00dfenbahnen, die in die Kreuzungsbereiche hineinragen und damit entweder den MIV oder auch andere Stra\u00dfenbahnz\u00fcge behindern (\u201egegenseitigen Behinderungen und damit Versp\u00e4tungen der Stra\u00dfenbahnfahrzeuge wegen der linearen Aufstellung\u201c).<\/p>\n<p>Das zuk\u00fcnftige Betriebskonzept der Stadtwerke Augsburg stellt darauf ab, dass alle Stra\u00dfenbahn- bzw. Buslinien, die den K\u00f6nigsplatz als Haltestelle haben, in Richtung und Gegenrichtung gleichzeitig mit jeweils einem Fahrzeug auf dem K\u00f6nigsplatz vertreten sein k\u00f6nnen (siehe Anlage 1\/ Erl\u00e4uterungsbericht, S. 37\/38). Aus dem vorgelegten Betriebskonzept, wie auch aus der am 27. April 2007 von der Firma Gevas, Humberg &amp; Partner im Moritzsaal pr\u00e4sentierten unvollst\u00e4ndigen Videosimulation, l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass das Fahrplankonzept, das nach unserer Meinung zu einem Betriebskonzept dazu geh\u00f6rt, wie jetzt schon bestehend fortgef\u00fchrt werden soll. Dies bedeutet, dass die weitaus \u00fcberwiegende Anzahl der Abfahrten vom K\u00f6nigsplatz (bis auf Linie 3 und Linie 4 in Richtung Stadttheater\/ Oberhausen) zur Hauptverkehrszeit immer zu jeweils vollendeten 5 Minuten (00, 05, 10, usw.) stattfindet. Dies birgt sowohl jetzt als auch zuk\u00fcnftig bestimmte Nachteile, die im Erl\u00e4uterungsbericht\/ in den Planfeststellungsunterlagen nicht ausreichend untersucht sind:<\/p>\n<p>&#8211; Die Knotenpunkte werden sowohl durch gleichzeitig einfahren und noch mehr durch gleichzeitig ausfahren wollende Stra\u00dfenbahnen und Busse kurzfristig stark belastet, was zu Stauungen und damit zu Fahrzeitverlusten f\u00fchrt. Diese Fahrzeitverluste vergr\u00f6\u00dfern sich durch fast gleichzeitig ausfahrende Fahrzeuge an Haltestellen, die dem K\u00f6nigsplatz folgen (z.B. Moritzplatz, Linien 1 und 2 und derzeit Linie 36), da dort die Fahrzeuge eben wegen nur einer Fahrspur nur nacheinander abgefertigt werden m\u00fcssen. Ebenfalls dem verfehlten Fahrplankonzept geschuldet ist der Ausbau des Theodor-Heuss-Platzes f\u00fcr den \u00d6PNV, da auch hier vermutlich auch zuk\u00fcnftig zwei der drei Linien nahezu gleichzeitig ankommen werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Durch das derzeit und wahrscheinlich auch zuk\u00fcnftig praktizierte Fahrplankonzept m\u00fcssen Bahnsteige doppelt belegt werden, was zu den von den Stadtwerken geschilderten Schwierigkeiten mit gegenseitigen Behinderungen und Behinderungen des MIV f\u00fchrt.<\/li>\n<li>Es ergeben sich lange Standzeiten f\u00fcr die Fahrzeuge, die als erste am K\u00f6nigsplatz ankommen, da diese ja vermeintlich (\u201evermeintlich\u201c bezieht sich vor allem auf den Betriebszustand im 5 \u2013 Minuten &#8211; Takt) auf umsteigende Fahrg\u00e4ste anderer Linien warten m\u00fcssen. Heute sind 5 Minuten Versp\u00e4tung bei der Abfahrt die Regel. Ein Nicht-Erreichen von Anschlussbussen an den Stra\u00dfenbahnendhaltestellen im gebrochenen Verkehr ist die Folge. Erschwerend kommt hinzu, dass Fahrerwechsel am K\u00f6nigsplatz stattfinden und nicht an den Endhaltestellen.<\/li>\n<li>Vor allem in Schwachlastverkehrszeiten ergibt sich f\u00fcr Fahrg\u00e4ste, die von zuletzt ankommenden Linien in zuerst abfahrende umsteigen, eine gewisse Hektik, die durch bauliche Ma\u00dfnahmen, die auf dem K\u00f6nigsplatz eher l\u00e4ngere als k\u00fcrzere Wege erzeugen, eher verst\u00e4rkt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Grundsatz: \u00c4nderung des Ablaufes vor baulichen Ma\u00dfnahmen Untersucht werden m\u00fcsste also, ob nicht eine \u00c4nderung des zeitlichen Ablaufes auf dem K\u00f6nigsplatz dahingehend, dass eben nicht alle Fahrzeuge gleichzeitig dort stehen m\u00fcssen sondern den K\u00f6nigsplatz bei der n\u00e4chstm\u00f6glichen Ampelphase wieder verlassen, einen Neubau des K\u00f6nigsplatzes vermeiden w\u00fcrde. Eine gr\u00f6\u00dfere Wirtschaftlichkeit und eine sinnvollere Verwendung von Steuergeldern gegen\u00fcber der von den Stadtwerken pr\u00e4ferierten L\u00f6sung w\u00e4re vermutlich die Folge. Folgende Begr\u00fcndungen und Anregungen wollen wir dazu geben:<\/p>\n<ul>\n<li>Etwa 30% der derzeit 106.100 Fahrg\u00e4sten, die den K\u00f6nigsplatz t\u00e4glich \u00fcberqueren, sind Umsteiger (31.800). Mit der Einf\u00fchrung des Regio-Schienen-Taktes wird die Bedeutung des K\u00f6nigsplatzes als Umsteigepunkt von und in Richtung Hauptbahnhof eher abnehmen als zunehmen, da die Umsteigepunkte Haunstetter Stra\u00dfe und Oberhauser Bahnhof vom \u00d6PNV auf den SNPV eine gr\u00f6\u00dfere Akzeptanz erfahren werden. Die zeitlichen Abl\u00e4ufe m\u00fcssen deshalb eher an den Fahrg\u00e4sten ausgerichtet werden, die nicht umsteigen.<\/li>\n<li>In den Betriebszeiten, in denen der 5 \u2013 Minuten \u2013 Takt gefahren wird, ergeben sich damit kurze Wartezeiten f\u00fcr Nichtumsteiger und im Schnitt 2,5 Minuten Wartezeit f\u00fcr Umsteiger, wobei Hauptumsteigebeziehungen \u2013 genau wie es in den Abendstunden bei gr\u00f6\u00dferem Taktabstand notwendig w\u00e4re \u2013 durch eine entsprechende Linienabfolge pr\u00e4feriert werden k\u00f6nnten.<\/li>\n<li>Durch die zeitliche Entzerrung des Betriebsablaufes ergibt sich auch eine zeitliche Entzerrung der Fu\u00dfg\u00e4ngerstr\u00f6me \u00fcber den K\u00f6nigsplatz und auf den Bahnsteigen.<\/li>\n<li>Fallen keine \u00fcberfl\u00fcssigen Wartezeiten f\u00fcr die Fahrzeuge am K\u00f6nigsplatz an, so l\u00e4sst sich auch der Wagenumlauf verbessern, Anschl\u00fcsse an wartende Busse (z.B. an der Endhaltestelle der Linie 4 zum Bus nach Gersthofen) werden sicherer erreicht.<\/li>\n<li>Die Verkehrsknoten werden beim Ein- und Ausfahren der Busse und Stra\u00dfenbahnen kontinuierlicher belastet und nicht \u00fcberlastet. In diesem Zusammenhang k\u00f6nnte untersucht werden, ob nicht eine an den 5 \u2013 Minuten \u2013 Takt angepasste Ampelumlaufzeit von 100 Sekunden f\u00fcr den MIV (genau drei Uml\u00e4ufe in 5 Minuten) anstatt von 90 Sekunden wie von der Firma Gevas, Humberg &amp; Partner benutzt, f\u00fcr den \u00d6PNV g\u00fcnstiger w\u00e4re.<\/li>\n<li>Im Regelfall w\u00fcrden die Bahnsteige von den einzelnen Linien nacheinander benutzt, ein Nebeneinanderaufstellen und damit ein Neubau des K\u00f6nigsplatzes w\u00e4re nicht notwendig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Geringe bauliche Ma\u00dfnahmen sind dennoch notwendig<\/p>\n<ul>\n<li>Trotz eines Fahrplans, bei dem die Fahrzeuge zeitlich gestaffelt die einzelnen Bahnsteige belegen, muss es in Ausnahmef\u00e4llen m\u00f6glich sein, am schr\u00e4gen Schenkel des Haltestellendreiecks zwei lange Stra\u00dfenbahnz\u00fcge gleichzeitig aufzustellen. Um die erforderliche L\u00e4nge von mehr als 2x42m = 84m zu erhalten, empfiehlt es sich, das innere Gleis am Ostschenkel weiter nach au\u00dfen zu verlegen, so dass die Gleiskreuzungen mit den Gleisen des Schr\u00e4gschenkels ebenfalls weiter nach Osten r\u00fccken.<\/li>\n<li>Die Durchl\u00e4ssigkeit und die Breite der Bahnsteige im Innern der Anlage k\u00f6nnte durch Auflassung und Entfernung verschiedener Kioske erreicht werden. In der Planung der Stadtwerke sind auch nicht mehr alle Kioske, die derzeit im Haltestellendreieck situiert sind, enthalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Schluss<\/p>\n<p>Eine weitere Entlastung des Knotens Herman-, Halder-, Schaezler- und Schie\u00dfgrabenstra\u00dfe k\u00f6nnte man dadurch erreichen, dass man die einzelnen am K\u00f6nigsplatz eintreffenden Linien anders verkn\u00fcpft. Im von den Stadtwerken geplanten Zustand \u00fcberqueren die Linien 1, 3, 4 und 6 den oben erw\u00e4hnten Knoten, die Linie 4 wendet am Hauptbahnhof und f\u00e4hrt jetzt schon zeitlich versetzt zu den anderen Linien zur\u00fcck zum K\u00f6nigsplatz. W\u00fcrde man anstatt der Linie 4 die Linie 3 mit nur einem Ast ausstatten, so k\u00f6nnte die Linie 4 anstatt der Linie 3 weiter in Richtung Pfersee \u2013 Stadtbergen fahren, w\u00e4hrend die Linie 3 in der Abfolge der einzelnen Linien als erste am K\u00f6nigsplatz ankommend nicht in Richtung Bahnhof, sondern in Richtung Stadttheater zu der dort situierten Wendeschleife fahren k\u00f6nnte und als letzte der Linien wieder am K\u00f6nigsplatz eintreffen w\u00fcrde. Damit w\u00e4re das Problem von Umsteigern von der\/ in die Linie 3 gel\u00f6st und gleichzeitig w\u00fcrde der oben erw\u00e4hnte Knoten von einer Linie weniger belastet. Zus\u00e4tzlich w\u00fcrde der S\u00fcdschenkel des Gleisdreiecks nur noch von einer Linie, der Linie 6 n\u00e4mlich befahren. Eine Linienb\u00fcndelung aus wettbewerbsrechtlichen Gr\u00fcnden, wie im Nahverkehrsplan der Stadt Augsburg beschrieben, die vielleicht hinter der jetzigen Linienverkn\u00fcpfung steckt, braucht nach den neuesten EU-Pl\u00e4nen nicht mehr beachtet werden, da eine Ausschreibung der Linien nicht erfolgen muss.<\/p>\n<p>Die vielfach von politischer Seite ge\u00e4u\u00dferte Bef\u00fcrchtung, dass wegen eines B\u00fcrgerentscheides und der damit verbundenen zeitlichen Verz\u00f6gerung Zusch\u00fcsse entfallen wird durch die Aussage von Staatsminister Huber in der AZ vom 26.5.2007 konterkariert. Folgender Ausschnitt aus dem AZ \u2013 Artikel spricht f\u00fcr sich selbst:<\/p>\n<p>Minister: Der Wille der B\u00fcrger ist wichtig<\/p>\n<p>Deutliche Worte sprach Huber zum politischen Streit in Augsburg \u00fcber die neue Mobili\u00e4tsdrehscheibe am Hauptbahnhof und K\u00f6nigsplatz. Der laufe nach dem Motto \u201eVogel friss oder stirb&#8220;. Er halte diese \u201eVerengung der Diskussion nicht f\u00fcr richtig&#8220;, kritisierte der Minister indirekt die Regenbogen-Regierung im Rathaus, die beim Tempo Druck macht. Huber sieht die Mobilit\u00e4tsdrehscheibe nicht gef\u00e4hrdet, auch wenn es zeitliche Verz\u00f6gerungen geben sollte. F\u00fcr die Zuschussgeber spiele der Wille der B\u00fcrger eine Rolle. Besseren Alternativen bei der Planung werde man sich nicht verschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne und mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Franz Gabler Vorsitzender<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\" data-services=\"facebook\" data-url=\"https:\/\/vcd-augsburg.de\/?p=130\" data-timestamp=\"1519840487\" data-backendurl=\"?rest_route=\/shariff\/v1\/share_counts&\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fvcd-augsburg.de%2F%3Fp%3D130\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button mailto shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#a8a8a8\"><a href=\"mailto:?body=https%3A%2F%2Fvcd-augsburg.de%2F%3Fp%3D130&subject=Umbau%20des%20%C3%96PNV-Knotenpunkts%20K%C3%B6nigsplatz\" title=\"Per E-Mail versenden\" aria-label=\"Per E-Mail versenden\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#999; color:#fff\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M32 12.7v14.2q0 1.2-0.8 2t-2 0.9h-26.3q-1.2 0-2-0.9t-0.8-2v-14.2q0.8 0.9 1.8 1.6 6.5 4.4 8.9 6.1 1 0.8 1.6 1.2t1.7 0.9 2 0.4h0.1q0.9 0 2-0.4t1.7-0.9 1.6-1.2q3-2.2 8.9-6.1 1-0.7 1.8-1.6zM32 7.4q0 1.4-0.9 2.7t-2.2 2.2q-6.7 4.7-8.4 5.8-0.2 0.1-0.7 0.5t-1 0.7-0.9 0.6-1.1 0.5-0.9 0.2h-0.1q-0.4 0-0.9-0.2t-1.1-0.5-0.9-0.6-1-0.7-0.7-0.5q-1.6-1.1-4.7-3.2t-3.6-2.6q-1.1-0.7-2.1-2t-1-2.5q0-1.4 0.7-2.3t2.1-0.9h26.3q1.2 0 2 0.8t0.9 2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">E-Mail<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button printer shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#a8a8a8\"><a href=\"javascript:window.print()\" title=\"drucken\" aria-label=\"drucken\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#999; color:#fff\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 30 32\"><path fill=\"#999\" d=\"M6.8 27.4h16v-4.6h-16v4.6zM6.8 16h16v-6.8h-2.8q-0.7 0-1.2-0.5t-0.5-1.2v-2.8h-11.4v11.4zM27.4 17.2q0-0.5-0.3-0.8t-0.8-0.4-0.8 0.4-0.3 0.8 0.3 0.8 0.8 0.3 0.8-0.3 0.3-0.8zM29.7 17.2v7.4q0 0.2-0.2 0.4t-0.4 0.2h-4v2.8q0 0.7-0.5 1.2t-1.2 0.5h-17.2q-0.7 0-1.2-0.5t-0.5-1.2v-2.8h-4q-0.2 0-0.4-0.2t-0.2-0.4v-7.4q0-1.4 1-2.4t2.4-1h1.2v-9.7q0-0.7 0.5-1.2t1.2-0.5h12q0.7 0 1.6 0.4t1.3 0.8l2.7 2.7q0.5 0.5 0.9 1.4t0.4 1.6v4.6h1.1q1.4 0 2.4 1t1 2.4z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">drucken<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button rss shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#ff8c00\"><a href=\"https:\/\/vcd-augsburg.de\/?feed=rss\" title=\"RSS-feed\" aria-label=\"RSS-feed\" role=\"button\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#fe9312; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 32 32\"><path fill=\"#fe9312\" d=\"M4.3 23.5c-2.3 0-4.3 1.9-4.3 4.3 0 2.3 1.9 4.2 4.3 4.2 2.4 0 4.3-1.9 4.3-4.2 0-2.3-1.9-4.3-4.3-4.3zM0 10.9v6.1c4 0 7.7 1.6 10.6 4.4 2.8 2.8 4.4 6.6 4.4 10.6h6.2c0-11.7-9.5-21.1-21.1-21.1zM0 0v6.1c14.2 0 25.8 11.6 25.8 25.9h6.2c0-17.6-14.4-32-32-32z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">RSS-feed<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitte des Jahres 2007 legten die Stadtwerke Augsburg im Rahmen des Projektes &#8222;Mobilit\u00e4tsdrehscheibe&#8220; ihre Umbaupl\u00e4ne f\u00fcr das Haltestellendreieck am K\u00f6nigsplatz vor. 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